BGH-Urteil: (Privat-)Vermieter sind nicht zur regelmäßigen Inspektion der Elektroanlage verpflichtet

(BGH - VIII ZR 321/07)
aber
der ZVEH (Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke) empfiehlt Vermietern und Hauseigentümern: Vor dem Hintergrund der vertraglichen Nebenpflicht, die Mietsache in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten und elektrische Geräte und Anlagen regelmäßig gemäß den VDE-Bestimmungen überprüfen zu lassen - nichts anderes ist der E-Check. Insbesondere nach einem Mieterwechsel sei der Vermieter daher gut beraten, den Zustand der Elektroinstallation in der Wohnung oder im Haus mit einem E-Check überprüfen und protokollieren zu lassen. So könne er im Schadensfall nachweisen, dass die Mietsache bei der Übergabe in einem verkehrssicheren Zustand war. Erst im vergangenen Jahr habe der BGH festgestellt, dass die Kosten für die regelmäßige Überprüfung der elektrischen Anlagen zu den umlegbaren betrieblichen Nebenkosten eines Mietobjekts zählen.
 
Hinweis: Von der BGH-Entscheidung unberührt bleibt ebenso die gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Überprüfung im gewerblichen und freiberuflichen Bereich.
 
 
Die gute alte Glühbirne ist abgeschafft worden - was nun?
 
Dem Klimaschutz zuliebe sollen nur noch Halogenlicht oder Energiesparlampen verwendet werden, wobei die Halogenlicht-Lampen auch bald abgeschafft werden. Im Gegensatz zu Halogenlicht-Lampen darf man
Energiesparlampen nicht in den Hausmüll werfen, sondern muss sie bei Sammelstellen abgeben. Unter www.lightcycle.de findet man die nächstgelegene Rücknahmestelle und erhält weitere Informationen über die gesetzliche Regelungen für Privathaushalte und Geschäftskunden.
 
Übrigens würde ich empfehlen, dass Energiesparlampen nicht mehr im Wohnhaus eingesetzt werden, sondern nur noch im Außenbereich. Die Gefahr, die von einer Energiesparlampe ausgeht, wenn sie zerbrechen sollte, ist einfach aufgrund der Quecksilber-Verseuchung zu hoch.
 
LED-Lampen sind an sich eine gute Alternative. Ich habe nur festgestellt, dass viele Tischlampen mit eingebautem LED-Leuchtmittel einen Trafo haben, der meist vor dem Schalter angeschlossen ist, so dass die Lampe sogar im ausgeschalteten Zustand Strom "frisst". War das dann wirklich Sinn und Zweck der Sache?
 
Die gute Nachricht: Die LED-Leuchtmittel sind inzwischen wirklich ausgereift. So können von 20W bis 50W-Halogenlampen mit Sockel GU5,3 oder GU10 durchaus vollwertig von einem LED-Leuchtmittel ersetzt werden. Die Anschaffungskosten haben sich zwischenzeitlich auch relativiert. Die Preise sind merklich gesunken. Weiterer Vorteil: äußerst langlebig! Eventuell könnte es beim Dimmen und bei Niedervoltlampen (wg. Trafo) Probleme geben, aber es rentiert sich wirklich!
 
Warum sind gute LED-Lampen teuer? Uns wurde es so erklärt, dass die günstigen LED-Lampen aus Ausschuss-LEDs zusammengebaut werden. Da ergibt sich, dass eine LED-Lampe, die aus mehreren LEDs besteht, unter Umständen in ihrem Licht verschiedene Lichtfarben verbirgt, die auf Dauer gesehen dann ein unangenehmes Lichtempfinden erzeugen. Markenhersteller verbauen normalerweise keine "Ausschuss"-LEDs.

Wer gar nicht auf Glühlampen verzichten kann oder will: Es gibt sie alle noch - nur in stossfester Variante (nicht für den Hausgebrauch gedacht)!

Claus Swierczek Elektrotechnik  |  kontakt@elektro-swierczek.de